Update 7.10.2017

 

 

 

20.10.2016

 

Stellungnahme der Pressesprecherin eines Krankenhauses der Vinzenz-Gruppe zu „Erlebnisse aus dem Pflegebereich, Fall 1":

 

„Sehr geehrte Frau Kainz,

 

nachdem wir leider persönlich den Vorwurf nicht klären konnten, möchten wir nun schriftlich zu Ihrem Eintrag auf Ihrer Website (Fall 1) folgendes klarstellen:

 

Wir können ausschließen, dass aufgrund von Sparmaßnahmen in unserem Haus die von Ihnen beschriebenen Handlungen an Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Ein wertschätzender, achtender Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten ist uns ein großes Anliegen und steht im Mittelpunkt unseres pflegerischen Verständnisses und der Wertehaltung unseres Hauses. Ebenso ist die Einhaltung von hygienischen Vorgaben selbstverständlich in der täglichen pflegerischen Arbeit.  

 

Um unsere Patienten nicht weiter zu verunsichern, ersuchen wir Sie dringend, wie mit Frau Kramser besprochen, unsere Stellungnahme auf Ihrer Website öffentlich zu machen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

….

Leiterin Kommunikation

 

….“

 

Da ich in meinem Bericht das bestimmte Krankenhaus der Vinzenz-Gruppe absichtlich nicht namentlich genannt habe, will ich es auch jetzt nicht nennen und auch nicht den Namen der Leiterin der dortigen Kommunikation, die mir diese Stellungnahme schickte.

Allzu leicht käme man dadurch auf den Namen des Krankenhauses und verunsichert soll ja wirklich niemand werden.

 

Frau Kramser, auf die in der Stellungnahme Bezug genommen wird, ist im Zentralbereich Kommunikation der gesamten Vinzenz-Gruppe.

 

https://medicus58.wordpress.com/2016/10/21/bemerkenswertes-am-blog-von-nebenan-um-unsere-patienten-nicht-weiter-zu-verunsichern/

Erlebnisse aus dem Pflegebereich:

 

Fall 1:

 

Zumindest in einem Wiener Krankenhaus der „Vinzenz-Gruppe“ werden auf der “Geriatrie“ 4 Patientinnen (4-Bett-Zimmer) mit ein und demselben Waschlappen – AUS KOSTENGRÜNDEN – gewaschen… Ich nehme nicht an, dass die „Einmalhandschuhe“ im Zuge der Waschung gewechselt werden…

 

Fall 2:

 

In einem Wiener Krankenhaus der Gebietskrankenkasse, ersucht eine ältere Patientin, der es sehr schlecht geht (Krebs), von einem bestimmten Pfleger nicht gewaschen zu werden, weil der immer anzügliche Bemerkungen macht, welche ihr sehr unangenehm sind.

 

Dazu ist zu sagen, dass das Pflegepersonal wohl dazu angehalten ist, den Patienten mit einer gewissen „Heiterkeit“ zu begegnen. Nur hat das nicht jeder intus. Der eine kanns, der andere nicht.

 

Der Wunsch der älteren Patientin wird zwar erfüllt, aber der abgelehnte Pfleger macht sich am Gang und sogar noch in einem anderen Krankenzimmer lauthals darüber „lustig“ und hänselt seinen Kollegen, der diese Aufgabe der Waschung nun übernimmt.

 

Leider hat dieser auch nichts Besseres zu tun, als der alten Frau an den Kopf zu werfen „Wie der Schelm denkt, so ist er“…. Und das bei einer Krebserkrankten!

 

Fall 3:

 

Eine junge Frau soll nach einer OP von einem Pfleger gewaschen werden, der nicht viel älter ist, als sie selbst. Der jungen Frau ist dies sehr unangenehm und sie bittet darum, von einer Schwester gewaschen zu werden.

Der Pfleger ist darüber sehr konsterniert und versteht die Welt nicht mehr.

 

Auf das natürliche Schamgefühl eines Menschen kann in einem Krankenhaus wohl leider keine Rücksicht genommen werden… 

 

Fall 4:

 

Eine junge Patientin hat Besuch eines Mannes und einer Frau. Ein Pfleger kommt ins Krankenzimmer, bringt etwas und sagt in Richtung der jungen Frau: „Ah, ist der Papa zu Besuch“.

 

Der „Papa“ weist den Pfleger zurecht: „Ich bin der Ehemann und wenn Sie über die Familienverhältnisse nicht Bescheid wissen, sollten sie sich einen Kommentar sparen“… 

 

Fall 5:

 

Zumindest in einem der Krankenzimmer bekamen die Patientinnen täglich 1 Flasche Mineralwasser. Plötzlich hieß es, dass es ein solches nur mehr für Privatpatienten gibt.

 

Fall 6:

 

Eine stationäre Patientin soll zur Koloskopie (Darmspiegelung) und die Krankenschwester reicht ihr noch am Zimmer, das hinten offene Untersuchungshemd. Die Patientin hat jedoch keinen Bademantel den sie darüber anziehen könnte. Vom Krankenhaus kann so einer auch nicht zur Verfügung gestellt werden (früher war dies aber möglich). Da es schon EILIG ist, zur Untersuchung zu kommen, hat die Krankenschwester die glorreiche Idee, das Hemd hinten mit Büroklammern zu fixieren, was natürlich nicht hält und so geht die Krankenschwester hinter der Patientin, hält mit der Hand das Hemd zu und amüsiert sich dabei königlich – wohl eine willkommene Abwechslung. Die Patientin hingegen hat gänzlich andere Gefühle…

 

SO geht es also den langen Gang entlang und in den WARTEBEREICH hinein, wo einige externe Personen in Zivilkleidung sitzen und ein Fenster geöffnet ist. Die Patientin wird an eine Wand gestellt – sie wird ja gleich drankommen.

 

Und so steht diese Patientin, im hinten offenen Spitalshemd, im Wartebereich, bei offenem Fenster, 1 STUNDE und 10 Minuten!!! Pfleger gehen wiederholt vorbei, Krankenschwestern gehen wiederholt vorbei – BETRIEBSBLIND!

 

Die Krankenschwester, die sie hergebracht hat, holt sie auch wieder aufs Zimmer zurück. Der Untersuchungstermin habe sich leider verschoben. Unterkühlt versucht die Patientin sich im Bett aufzuwärmen, bis sie neuerlich geholt wird.

 

Nun besteht die Patientin aber lautstark auf wenigstens einem Leintuch, mit dem sie ihren Körper verhüllen kann.  Die Krankenschwester: „Wie soll das gehen?“ und ist dann verblüfft, wie man mittels eines Leintuches tatsächlich den gesamten Körper verhüllen kann…

 

Fall 7:

 

Freilich gibt es für all diese Fälle auch eine Art Ombudsfrau, die tagsüber wichtig hin- und herlaufend zu sehen ist, die jedoch nie die Zeit für ein Gespräch mit den betroffenen Patienten findet, obwohl diese bei der Aufnahme von ihr mit vielen schönen Worten begrüßt und ermuntert werden, sich bei Schwierigkeiten an sie zu wenden.

 

In einem Fall ist bekannt, dass eine Patientin am Tag der Entlassung, mit Sack und Pack bereits am Gang stehend, von der Ombudsfrau gefragt wurde, was sie ihr denn sagen wollte…

 

Fall 8:

 

In einem Wiener Unfallkrankenhaus wird ein Patient von einem Pfleger per Krankensessel zur Venenuntersuchung gefahren. Am Gang, vor dem Untersuchungsraum warten schon einige externe Personen, wie an deren Straßenkleidung zu erkennen ist.

 

Es wird gewartet – es wird lange gewartet. Da erscheint ein Arzt und es spielt sich ab. Nämlich, die Krankenschwester, die eigentlich im Untersuchungsraum sein sollte und die den Arzt verständigen hätte sollen, dass Patienten da sind, hat das nicht gemacht, weil sie im Nebenraum bei der Kollegin auf ein Tratscherl war.

 

Nun kann sie sich vom Arzt allerhand anhören und sagen lassen. Der Patient bekommt das live geboten, weil er als Stationärer sofort aufgerufen wurde. Die Krankenschwester ist eine äußerst Freche und gibt dem Arzt unverschämte Antworten. In ihrem Zorn schleudert sie die Krankenakte des Patienten auf den ca. 2 Meter entfernten Schreibtisch. Der Patient fragt sich, wo er da hingeraten ist und muss sich trotz heftigster Rückenschmerzen bücken und seine Bandagen von beiden Beinen selbst entfernen, was aber Aufgabe der Krankenschwester gewesen wäre.

 

Dass diese Schwester gepierct war und große Löcher in den Ohrläppchen (Ohrschmuck-Tunnel) aufwies, sei nicht nur nebenbei erwähnt sondern ganz besonders. Ich finde das hat im Pflegebereich nichts verloren, genauso wie tätowierte Pfleger. Vielleicht bin ich da altmodisch, aber ich finde es unseriös und unhygienisch.

 

Fall 9 und 10 in Kürze! 

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25.9.2017

 

Pflegemißbrauch

 

Fall 11

 

Aus aktuellem Anlaß muß Fall 11 den Fällen 9 und 10 vorgezogen werden.

„Da wird einem ja angst und bang“ sagte eine mitfühlende Frau, die Fall 11 live miterlebte.

 

 

Ich fahre in einem Bus der Linie 59A. Bei der Endstelle ist Fahrerwechsel und der eine Kollege bittet den anderen, er möge in der Wilhelmstraße einem männlichen Fahrgast beim Aussteigen helfen. Und so geschieht es auch. Auch ich versuche mitzuhelfen, aber der Fahrer hat das gut im Griff.

Dieser männliche Fahrgast hat eine große Gehhilfe und eine schwere Tasche. Sein linker Vorderfuß ist nicht vorhanden und der Stumpf dick mit weißem Verband umwickelt. Ein Schutz, um diesen weißen Verband vor Schmutz zu schützen, ist nicht vorhanden. Was, wenn es regnet? Und überhaupt!

 

Mir läßt das keine Ruhe, weil die Situation grotesk ist, der Mann ziemlich verloren herumsteht und hilflos in seinen großen und kleinen Papieren kramt.

Ich steige aus und frage ihn, ob ich helfen kann. Er antwortet in einer mir fremden Sprache und zeigt mir seine Papiere. Aus denen werde ich in der Schnelligkeit aber nicht schlau. Ich glaube nur, herauszuhören, daß er nach Hause will. Wo er zu Hause ist, kann ich nicht eruieren.

Wegen des bandagierten Stumpfes und der Nähe eines Orthopäden, lotse ich den Mann in diese Ordination.

 

Mit großer Bemühung, soweit dies die Ordinationszeit zuläßt, kommt man hier wenigstens so weit, zu wissen, daß der Mann erschöpft ist und eine Nacht wo unterkommen möchte. Was tun?

Ich rufe die Polizei und bitte um Hilfe.

 

Eine Polizistin und ein Polizist sind schnell zur Stelle und dann beginnt sich langsam die Situation aufzuhellen.

 

Die Geschichte ist die: Der Mann, Kosovare, wollte vom Kosovo nach den USA (dort wohnt er!) fliegen. Am Flughafen Schwechat ist er zusammengebrochen und ins Krankenhaus Mödling gebracht worden. Dort mußte ihm der linke Vorderfuß amputiert werden.

 

Wie lange sein Aufenthalt im Krankenhaus Mödling war, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde er heute entlassen.

Meine Frage, warum ihn das Krankenhaus nicht mit der Rettung wohin bringen läßt, wurde beantwortet, daß die Rettung niemanden mehr wohin zurückbringt.

 

Nun konnte ich auch seine teils handschriftlichen Unterlagen deuten. Jemand hatte ihm aufgeschrieben. 59A Station Wilhelmstraße. Dann gabs da einen ÖBB-Ausdruck…

 

Ich nehme an, der Mann sollte SO zum Flughafen kommen, was ihm aber wegen Erschöpfung nicht möglich war. Und wenn er es geschafft hätte, hätten die ihn überhaupt SO mitfliegen lassen???

 

Die Polizisten versuchten einen Sozialdienst zu erreichen. Die machen aber um 15.00 Uhr Schluß…

 

Die Polizisten haben dann doch noch ein Lösung (hoffentlich) gefunden, denn diese Lösung sperrt erst um 19.00 Uhr auf.

 

Ein fremder behinderter Mann, in einer fremden Stadt in einem behinderten Land… 

 

Danke an die Polizei! :-) 

 

 

 

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Versuchte Morde: 15 Jahre Haft für Hebamme

http://orf.at/stories/2364177/

Mildes Urteil für Pfleger

http://noe.orf.at/news/stories/2815466/

 

Orden "kannte Vorgeschichte nicht"

http://religion.orf.at/stories/2869283/

7.10.2017 Falsche Infusion

 

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/61-Jaehriger-starb-im-Spital-nach-falscher-Infusion;art4,2699373

 

http://ooe.orf.at/news/stories/2870625/

 

Zu diesem tragischen Vorfall fällt mir ein Erlebnis ein, welches ich vor vielen Jahren hatte:

In einem Wiener Ordensspital beschwor eine ältere Patientin ihre Tochter, daß sie die Infusion nicht vertrage. Die Tochter gab sich hilflos. Nach zwei Tagen war die Patientin tot...