19.6.2017

 

Gebt den Kindern das Kommando!

 

https://www.youtube.com/watch?v=oW1XlohEEdE

 

 

 

 "Fünfjähriger rettet seiner Mutter das Leben"

 

http://kaernten.orf.at/news/stories/2849703/

 

 

Man muss ja versuchen, sich in das Kind hineinzuversetzen. Schock, Alleinsein im Wald, Panik, Angst um die Mutter und der Weg - ein Güterweg - ist mit über 1 Kilometer auch nicht gerade kurz und, wie der ORF-Bericht zeigt, ist es ein mehr oder weniger breiter Waldweg, ein Güterweg eben.

 

Man stelle sich z.B. vergleichsweise die Straße auf den Exelberg vor (Weg zur Dopplerhütte), nur enger und ohne dass da jemand vorbeikommt.

 

Wahrscheinlich hat der Bub auch geweint...

Ich hoffe sehr, er wird psychologisch betreut.

 

Der Güterweg:

© ORF
© ORF

 

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Der 6-jährige 😊

 

Unlängst war ich auf dem Heimweg vom Einkauf. Da kam mit wildem Geschrei, von hinter einem Gebüsch, ein kleiner Bub auf seinem Fahrrad daher. Wie das halt so ist, bei spielenden Kindern. Ich griff mir ans Herz und sagte zu dem Knaben, dass ich jetzt sooo erschrocken bin.

 

Der Bub fuhr einige Schritte weiter, dann plagte ihn aber anscheinend das schlechte Gewissen und er kam zu mir zurück.

 

Er treuherzig: Ich wollte Sie aber nicht erschrecken.

Ich: Ja, das glaube ich Dir.

 

Er erklärte mir, dass er ja Blätter vom Strauch vor dem Gesicht hatte und mich daher nicht sehen konnte.

So kamen wir ins Gespräch.

 

Ich bewunderte sein schönes Fahrrad und er erklärte es mir von vorne bis hinten. Den Lenker, die schöne Glocke, den schönen Wimpel mit Bild. Er bedauerte, daß (ßßß😉) sein Licht leider kaputt ist. Er erklärte mir genau die Funktion des Gepäckträgers und was zu machen sei, falls man einen Fußball befestigen will…

 

Er frug („frug“= im Angedenken an Telemax https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_L%C3%B6ffler_(Journalist)

Er frug also, ob auch ich ein Fahrrad habe und ich erzählte und dann erzählte wieder er und dann wieder ich und dann wieder er....

 

So ergab ein Wort das andere und wir kamen vom Hundertsten ins Tausendste. Wir standen eine ziemlich lange Weile herum und es fehlte eigentlich nur noch die „Bassena“

https://de.wikipedia.org/wiki/Bassena  😊

 

Zu Hause dachte ich, daß (ßßß😉) ein derart angeregtes Gespräch, mit einem Erwachsenen auch nicht anders verlaufen hätte können…

 

 

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Der alte Araber und der kleine Bub

Beim Fußgängerübergang zum Westbahnhof, standen einige Leute und warteten auf die Grünphase, so auch ich.

Am Rande des Grünstreifens saß ein alter Araber mit Ziehharmonika.

Beim Aussteigen aus der Straßenbahn war mir schon ein kleiner, sehr selbstbewusster Bub aufgefallen, der wohl noch keine 10 war. Er trug einen vollgepackten Rucksack und unter dem linken Arm ein Skateboard und war eindeutig als Reisender erkennbar.

 

Er war sehr aufmerksam und wartete ab, ob der Straßenbahnfahrer nun weiter fährt oder die Schienen gefahrlos überquert werden konnten.

Die Straßenbahn fuhr weiter. Der Bub wartete.

 

Abgesehen davon, daß (ßßß;-) es mich wunderte, daß so ein kleiner Bub alleine unterwegs ist, erfreute mich sein Anblick - erinnerte er mich doch an meinen eigenen Enkel.

 

Ich bemerkte, daß der Bub zu dem alten Araber schaute und diesem anscheinend eine Münze geben wollte, denn er begann eilig in seinen Hosentaschen zu suchen - vergebens.

 

Ich kramte in meiner Jackentasche und förderte 1 Euro zutage. Ich fragte den Buben, ob er dem Mann etwas geben wollte, der Bub bejahte und bedauerte, aber leider nichts zu haben. Ich hielt ihm den Euro hin, den der Bub ergriff und dem Alten gab. Dieser faltete die Hände zum Dank, verneigte sich vor dem Buben und begann ein Lied zu spielen.

 

Freudestrahlend kam der Bub wieder, ich zeigte mit dem Daumen nach oben und da war es auch schon Grün geworden und jeder strebte eilig dem Bahnhof zu.

 

Der alte Araber und ich, wir hatten uns noch lächelnd zugenickt.

So kann eine Rotphase und 1 Euro, drei Menschen glücklich machen...

Und, wie ich immer sage, kaum geht man aus dem Haus, schon hat man die interessantesten Erlebnisse :-)

 

Früh übt sich:

© F.G.
© F.G.

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Zehnjährige wurde Lebensretterin

 

http://ooe.orf.at/news/stories/2857645/