Dienstag, 28. Juni 2016

 

 

Mutter hasst Vater – der sieht sein Kind nicht

Betroffene
Vater: Herr A
Kind: Tochter, 1 Jahr alt
Verwandte: keine Angaben

In der Verantwortung
Mutter des Kindes
Richterin

Ort und Zeitraum:
Wien, seit Mitte 2015, andauernd bis jetzt

Geschichte
Herr A und die Mutter seines Kindes hatten eine Kurzzeitbeziehung, aus der eine Tochter hervorgegangen ist. Herr A war, als er von ihrer Schwangerschaft erfuhr, bereits von der Mutter seines Kindes getrennt.


Die Mutter will jeden Kontakt des Vaters zu seinem Kind verhindern. Ihre Begründung, der Vater habe sie damals verlassen und sie nähme ihm dies übel, darf jedoch niemals dafür verwendet werden, die Beziehung  zwischen Vater und Kind zu zerstören.

Für Väter wie Herrn A ist es besonders schwierig, überhaupt eine Beziehung zum eigenen Kind aufzubauen. Doch Herr A. hat, wie viele Väter in seiner Lage, gespürt, dass ihm der Kontakt zum Kind sehr wichtig ist und der Gedanke, sein Kind nicht zu sehen, für ihn unerträglich ist.


Väter wie Herr A spüren jedes Mal, wenn sie auf der Straße ein Kind sehen, das ihre Tochter sein könnte, tiefen Schmerz. Der Gedanke, das eigene Kind nicht einmal erkennen zu können, wenn es vor ihnen stünde, ist kaum zu ertragen.

Der Wunsch, wenigstens ein paar Stunden mit dem Kind verbringen zu können, treibt ihn schließlich vor Gericht. Dort wird ihm jeweils 1,5-stündiger Kontakt zu seiner Tochter in einer Besuchsbegleitung zuerkannt, doch die Mutter zerstört das Erreichte, mit einer schockierenden Begründung:
Sie will nicht, dass ihre Tochter ihren Vater sieht, weil sie, die Mutter, den Vater ihres Kindes hasst!

Herr A erlebt nun fassungslos, wie ihm die letzten paar Stunden, welche er mit seinem Kind verbringen konnte, genommen werden. Er geht liebevoll mit seiner Tochter um, doch niemand interessiert sich für die Vater-Kind-Beziehung, welche eine Chance verdient hätte. Das Problem der Mutter mit ihrem ehemaligen Partner scheint Vorrang zu erhalten! Kein Gericht, keine Jugendwohlfahrt bemüht sich um den Vater-Kind-Kontakt, nur, weil eine Mutter dies aus blankem Hass verhindern will.

Der Männerservice ermutigt Herrn A., durchzuhalten: Jahre des Schmerzes, unter Kampf für jede begleitete Besuchsstunde,  werden auf ihn zukommen, doch das unermüdliche Bemühen um seine Tochter kann Früchte tragen, denn wenn ein Kind erwachsen wird, will es die objektive Wahrheit wissen. Wenn es dann bemerkt, dass sich die Liebe seines Vaters nie abwimmeln ließ, wird es die schmerzlich fehlenden, gemeinsamen  Jahre vergessen lassen und den bisher fehlenden Vater liebevoller denn je als Rückhalt fürs ganze Leben empfinden.