Axel-Corti-Preisträger 2017 ist Dr. Armin Wolf.

 

Würdigung der Preisträger und Preisträgerinnen durch
Dr. Gerhard Bisovsky,

Sprecher der Jury und Leiter des Büros Medienpreise.
Verband Österreichischer Volkshochschulen http://www.vhs.or.at

Der Fernsehpreis der Erwachsenenbildung wird seit 1967 für die besten Bildungssendungen des österreichischen Fernsehens verliehen.

Überreichung: Mittwoch, 21. Juni 2017, 18.30 Uhr, im Seminar- und Veranstaltungszentrum Catamaran, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1 (U2-Station Donaumarina)

Eintritt frei! Auch für Zuseherinnen und Zuseher!

Bitte um Anmeldung unter medienpreise@vhs.or.at

 

Barbara Prammer
Fotocredit

6.8.14

Volkshochschulen: Tief betroffen vom Ableben Barbara Prammers

Bei den Volkshochschulen herrscht große Betroffenheit über das Ableben von Barbara Prammer. Sie war seit März 2007 Präsidentin des VerbandesÖsterreichischer Volkshochschulen. Von der Bedeutung der Erwachsenenbildung und der Volkshochschulen und wie wichtig diese sowohl für den einzelnen Menschen als auch für die Gesellschaft sind, war sie zutiefst überzeugt. Ihrer Aufgabe als Präsidentin hat sie sich immer voll und ganz sowie stets engagiert und noch bis wenige Tage vor ihrem Ableben gewidmet. Zuletzt hat sich Prammer besonders dafür eingesetzt, dass es zu keinen budgetären Kürzungen in der Erwachsenenbildung kommt.

Bildung war für Barbara Prammer gleichbedeutend mit dem Ergreifen von Chancen und der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Ein breites Angebot an Grundbildung und des Zweiten Bildungsweges war der VHS-Präsidentin daher ein besonderes Anliegen, denn ohne eine hinreichende Basisbildung können die Menschen nicht verstehen, was sich in der heutigen Gesellschaft tut und warum welche Entwicklungen stattfinden. Basisbildung, so Prammer bei der letzten Hauptversammlung des Verbandes im März 2013, ist eine „wichtige Säule zur sozialen Teilhabe und damit auch für das Funktionieren der Demokratie essenziell“. Die Aufgabe von Volkshochschulen sah Barbara Prammer darin, den Menschen Orientierung zu geben und sie durch vielfältige Aktivitäten zu unterstützten, selbstbewusst, selbstbestimmt und solidarisch ihren Lebensweg zu gehen.

Prammer hat sich für eine offene Form der staatsbürgerlichen und politischen Bildung eingesetzt, die keinesfalls belehrend sein darf, sondern die Menschen als aktive und kritische Bürgerinnen und Bürger versteht. In diesem Sinne schreibt Barbara Prammer in ihrem 2013 erschienen BuchWir sind Demokratie“, dass die Demokratie „kritische, aktive BürgerInnen“ erfordere, die bereit sind, „sich zu engagieren und einzubringen“. Ihr Menschenbild „hat den selbstständig agierenden und mündigen Erwachsenen zum Mittelpunkt. Ein solches Menschenbild ist gerade für dieVolkshochschulen konstituierend“, stellt der Generalsekretär, Dr. Gerhard Bisovsky, fest.

Die international denkende Präsidentin Prammer hat auch die internationale Arbeit des Verbandes Österreichischer Volkshochschulensehr unterstützt. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass wir unsere Bildung verbessern können und unsere Fortschritte in der Erwachsenenbildung 
anderen Ländern als Beispiele guter Praxis präsentieren können. BarbaraPrammer hat immer wieder betont, dass es dort, wo es um Gleichheit und 
Gerechtigkeit geht, noch viel zu tun gibt und die Ideale und Ziele der Volkshochschulen hier aktueller denn je sind. Barbara Prammers Beitragzur Verbesserung der Gerechtigkeit in der Gesellschaft gilt auch für dieErwachsenenbildung, die sie immer mit allen Kräften unterstützt 
hat.

Stadtrat Dr. Michael Ludwig, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen: „Mit Barbara Prammer verlieren wir einen großartigen Menschen. Ihre Energie, ihre Offenheit und Toleranz wird uns weiterhin Richtschnur für die Arbeit der Volkshochschulen bleiben“.  http://www.vhs.or.at/

Buch "Wir sind Demokratiehttp://www.edition-ausblick.at/gallery/wir-sind-demokratie/

Foto © Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Jacqueline Godany

Siehe auch: 

http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=120265

http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=100334

Barbara Prammer
© Christine Kainz 2013

Mag. Barbara Prammer 1954 - 2014

 

Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, erlag heute ihrem Krebsleiden http://www.barbara-prammer.at/

Geboren wurde Barbara Prammer am 11. Jänner 1954 in Ottnang am Hausruck/Oberösterreich, einer Bergarbeitergemeinde mit langer sozialdemokratischer Tradition. Dieses Umfeld und die politische Aktivität ihrer Familie trugen schon bald zur politischen Sozialisierung Prammers bei, ihr Engagement in der Jungen Generation der SPÖ begann in den 70er Jahren.

Die Grundwerte der Sozialdemokratie prägten seitdem ihr Tun in allen ausgeübten politischen Funktionen – was aber ihrer Objektivität als Nationalratspräsidentin keinesfalls entgegenstand. Ihren Auftrag sah sie darin, einerseits zu einer sachlichen Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament beizutragen, andererseits aber die Interessen des Nationalrats mit Nachdruck zu vertreten.

Nach ihrer Matura an der Handelsakademie Vöcklabruck begann BarbaraPrammer 1973 ihre Ausbildung beim Gemeindeamt Ottnang. Neben anderen Zuständigkeitsbereichen übte sie auch die Aufgabe als Standesbeamtin aus. 1978 verließ sie ihre Heimatgemeinde, um an der Johannes-Kepler-Universität Linz ein Studium der Soziologie zu absolvieren.

Nach ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitete sie als Sozial- und Berufspädagogin im Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ). Anschließend war sie bei der AMS Landesgeschäftsstelle Oberösterreich tätig, bis zu ihrem Tode war sie in dieser Funktion karenziert.

Ab 1991 war sie zunächst als Landtagsabgeordnete und Zweite Landtagspräsidentin in der oberösterreichischen Landespolitik tätig. 1995 wurde sie als Landesrätin für Wohnbau, Naturschutz und Verwaltungspolizei das erste weibliche Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung und von der Bundes-SPÖ als eine der stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

1997 wurde Barbara Prammer in die Bundesregierung berufen, drei Jahre lang führte sie als Bundesministerin das Ressort Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz. Im gleichen Jahr übernahm sie auch – bis 2009 - den Vorsitz der SPÖ-Frauen.

Seit der Nationalratswahl im Oktober 1999 war Barbara PrammerAbgeordnete zum Nationalrat, am 16. Juni 2004 wurde sie zur II. Präsidentin gewählt.

Seit 30. Oktober 2006 war sie Nationalratspräsidentin und damit die erste Frau an der Spitze des österreichischen Nationalrates. Seit ihrem Amtsantritt bemühte sich Barbara Prammer erfolgreich darum, über die tagespolitischen Themen hinaus das Parlament für einen gesellschaftspolitischen, wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs zu öffnen.

Vor allem Jugendliche für die Werte der Demokratie zu sensibilisieren war ihr ein besonderes Anliegen und der aufgrund des großen Interesses laufende Ausbau der von ihr initiierten Demokratiewerkstatt im Palais Epstein bestätigt die Wichtigkeit ihres Bestrebens: "Demokratie ist in Österreich zwar eine Realität, aber keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen alle gemeinsam die Demokratie ständig mit Leben erfüllen – ich erinnere an einen Spruch, mit dem vor Jahren in Deutschland zur Wahlbeteiligung aufgerufen wurde: Wenn Du Dich nicht entscheidest, verlasse ich Dich. Deine Demokratie".

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Ich durfte Mag. Barbara Prammer - im vergangenen Jahr - bei der Eröffnung des neuen Bürogebäudes des Verbandes ÖsterreichischerVolkshochschulen (VÖV  http://www.vhs.or.at/ ), dessen Präsidentin sie war, noch vor die Kamera bitten... http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=100334

Fotos © Christine Kainz 2013

Siehe auch: http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=120519 

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Kurier http://kurier.at/politik/inland/nationalratspraesidentin-barbara-prammer-ist-tot/78.183.093

Wiener Zeitung http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/649440_ Barbara-Prammer-ist-tot.html

Krone http://www.krone.at/Oesterreich/NR-Praesidentin_Prammer_verlor_Kampf_gegen_Krebs-1954-2014-Story-414268

ORF OÖ http://ooe.orf.at/news/stories/2661137/

Kommentare:

9.8.14 ck

"Sie wäre eine gute Bundespräsidentin geworden",

hat die Publizistin Coudenhove-Kalergi die Stimmung auf den Punkt gebracht. Alle Redner haben Prammers Persönlichkeit als besonders wohltuend hervorgehoben.

6.8.14 ck

Kunstplatzl trauert

Wir bedauern zutiefst den Verlust von Mag. Barbara Prammer, 
Präsidentin des Nationalrates der Republik Österreich 
(11.1. 1954, Ottnang am Hausruck - 2. 8. 2014, Wien) 
Sie ist am Samstag ihrer schweren Krebserkrankung erlegen. 
Mag. Barbara Prammer übernahm noch voriges Jahr den Ehrenschutz unserer Young-Austria-Gedenkveranstaltung am Nationalfeiertag im Schloß Vösendorf und widmete unserem Young-Austria-Buch ein Vorwort. http://www.kunstplatzl.info/

6.8.14 ck

Theodor Kramer Gesellschaft trauert

Die Theodor Kramer Gesellschaft trauert um Barbara Prammer, die in den letzten Jahren eine so überaus solidarische Begleiterin und 
Unterstützerin unserer Anliegen war, eine bemerkenswerte und außergewöhnliche Frau, eine demokratische und sozial engagierte Politikerin, wie es nur wenige in unserem Lande gibt. 
Barbara Prammer hat als österreichische Nationalratspräsidentin das 
Parlament in souveräner Weise geleitet und für eine österreichische 
Erinnerungs- und Gedächtnispolitik, die diesen Namen verdient, Wegweisendes geleistet. Sie hat das Parlament für die Vertriebenen und Geflüchteten der Jahre seit 1938 geöffnet, indem sie die Überlebenden und ihre Nachkommen wiederholt in das Hohe 
Haus einlud und sich für die wissenschaftliche Aufarbeitung der NS-Zeit und deren Folgen einsetzte. 
Ihre Reden waren die einer authentischen Frau, die um die Abgründe, die unaufhebbare Schuld sowie Verantwortung und zugleich um die Großartigkeit Österreichs wusste. 
Wir verlieren eine feinfühlige Freundin und verneigen uns voller Respekt und in Trauer vor ihrem so frühen Tod. 
Univ. Prof. Dr. Karl Müller, Vorsitzender der Theodor Kramer Gesellschafthttp://theodorkramer.at/

4.8.14 ck

In Memoriam

"Mir ist die Endlichkeit des Lebens bewusst geworden, aber an den Tod will ich nicht denken", das sagte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in einem ihrer letzten großen Interviews, das Christoph Feurstein vor knapp neun Monaten geführt hat. Am Samstag hat sie den Kampf gegen den Krebs verloren. Im Alter von 60 Jahren ist Barbara Prammer im Kreise ihrer Familie verstorben. "Thema" wiederholt das berührende Gespräch mit der höchsten Frau im Staat. 

4.8.14 ck

Abschied von Barbara Prammer

Am Samstag wird eine Trauerfeier vor dem Parlament stattfinden, dafür wird die Wiener Ringstraße gesperrt, um auch der Bevölkerung die Chance zu geben, sich von der Nationalratspräsidentin zu verabschieden. 

3.8.14 ck

Nachruf

Barbara Prammer hatte seit 2006 das zweithöchste Amt im Staat inne. Sie war die erste Frau an der Spitze des Nationalratspräsidiums und ein Mensch, dem über alle Parteigrenzen hinweg großer Respekt entgegengebracht wurde. Am Sonntag ist Barbara Prammer 60-jährig ihrem Krebsleiden erlegen

Verband Österreichischer Volkshochschulen
© VÖV

1.10.13

Verband Österreichischer Volkshochschulen - Eröffnung des neuen Bürogebäudes

Dienstag, 8. Okotober 2013, 13.00 Uhr, Pulverturmgasse 14, 1090 Wien

13.00 bis 14.30 Uhr Eröffnung durch:

NR-Präsidentin Mag.a Barbara Prammer
Präsidentin des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen

AStR Dr. Michael Ludwig
Vorstandsvorsitzender

Dr. Gerhard Bisovsky
Generalsekretär

Um Anmeldung wird gebeten: voev@vhs.or.at oder Tel. 01 216 4226

Alle Fotos © Christine Kainz 2013

Nähere Erklärungen zum Copyright, lesen Sie bitte in "Über diesen Blog", ganz oben auf der Seite.

Siehe auch: 

http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=120265

http://www.christine2.meinblog.at/?blogId=120519

Kommentare:

26.10.13 Herbert Hezucky

Bezirksvorsteher a.D.

Wie immer hat Frau Christine Kainz, so auch bei dieser Veranstaltung für die Erinnerung Vorsorge getroffen, um diesen festlichen Anlass für die zukünftigen Generationen zu erhalten und dokumentierbar zu machen. 
Persönlichkeiten, die für die Bildungspolitik der Volkshochschulen beispielgebende Akzente setzen, haben es sich nicht nehmen lassen mit dabei zu sein. 
Dem Generalsekretär Herrn Dr. Gerhard Bisovsky und seinem Team wünsche ich weitere beste Erfolge. 

Herbert Hezucky 
Vorsitzender - Förderverein der VHS Meidling

27.10.13 ck

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Hezucky,

vielen Dank für Ihre lieben Worte. Ich freue mich sehr über diese Anerkennung meiner Arbeit! :-)

10.10.13 ck

Volkshochschule lehrt Lesen

http://www.w24.at/Volkshochschule-lehrt-Lesen/791973

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